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Der Geheimnisvolle.... 2.1

„Ist hier noch ein Platz frei?“, fragte der Junge. Der Junge mit den unnatürlichen Augen. Sie hatten die Farbe wie die eines Huskys. Yvonne verzog leicht das Gesicht und ich fing an zu kichern. Ray erinnerte sich an den Jungen und riss sich zusammen, bevor sie auch noch anfing zu kichern. Sie sagte: „Ja natürlich. Gerne.“ Dankbar setzte sich der Junge. Er sah ziemlich erleichtert aus und stellte sich vor: „Ich bin Mike und bin 14 Jahre alt. Aber ich werde erst im April 15“ Alle nach der Reihe stellte Ray ihre Freundinnen vor: „Das sind Stella, Sandy, Kate und Yvonne. Ich heiße Ray.“ Bei jedem Namen zeigte Ray auf ihre Freundinnen. Bei Yvonne verharrte sein Blick ein bisschen länger als bei den anderen. Er schaute sie so an, als hätte er sie schon mal gesehen. Yvonne senkte peinlich berührt ihren Blick. Dann gab es Essen. Es gab Nudeln. Mit Bolognese Sauce. Das Lieblingsessen von Kate und Sandy, also aßen sie ziemlich viel. Yvonne hielt sich jedoch regelrecht zurück. Sie aß nur einen Löffel Nudeln. Ich fragte, warum. Yvonne schüttelte nur den Kopf und sagte: „Mir ist ein bisschen schlecht.“ Kate wandte sich an Mike: „Warum hast du dich eigentlich nicht zu den anderen Jungs gesetzt?“ Mike erklärte: „Also. Ich bin mit den größten Angebern des ganzen Universums im Zimmer. Aber sie haben hier das Sagen. Als ich ins Zimmer kam, ignorierten sie mich. Sie bemerkten mich gar nicht. Das ganze letzte Jahr ging das so. Ihr seid neu hier, oder? Dumme Frage. Wenn ihr letztes Jahr schon hier gewesen wärt, wüsstet ihr, warum ich hier sitze. Ich bin so was wie der Außenseiter der Schule. Nur weil ich noch halbwegs normal bin. Die Jungs aus meinem Zimmer haben sich schon unterhalten, wer was für Dogen und Alkohol dabei hat. Und wie sie das an ihren Eltern vorbei geschmuggelt haben. Und dann bin ich natürlich der Außenseiter, der noch nie geraucht oder getrunken hat. Ich weiß gar nicht, warum ich euch das alles erzähle. Ihr werdet jetzt wahrscheinlich sagen, dass ich mich an einen anderen Tisch setzen soll und alleine Essen muss.“ Alle Mädchen hingen ihm an den Lippen. Am Ende sahen die Freundinnen echt geschockt aus. Insbesondere Yvonne. „Natürlich darfst du hier bleiben. Du kannst immer zu uns kommen“, sagte Ray. Alle nickten zustimmend. Yvonne lächelte ein bisschen: „Du kennst dich ja hier schon aus. Kannst du uns vielleicht die Schule zeigen? Und was kann man hier in der Freizeit machen?“ „Ich kann euch alles zeigen“, Mike wirkte erstaunt, dass wir ihn noch an seinem Tisch sitzen ließen. „Kannst du uns das Alles nach dem Essen zeigen?“, fragte ich. Mike nickte. Er wirkte immer noch erleichtert.
12.8.13 13:31


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Mein Leben

Mein Leben Ich nenne mich Stella und bin 13 Jahre alt. Meine gesamte bisherige Schulzeit, 8 lange Schuljahre, wurde ich gemobbt. Ich war der festen Überzeugung, dass mit mir etwas nicht stimmte. Musste ja so sein – schließlich fanden mich alle immer nur doof und uninteressant. Dies alles veränderte sich plötzlich als ich ins Gymnasium kam. Im Gymnasium hatte ich die beste Zeit meines Lebens. Alle waren nett und respektvoll im Umgang miteinander. Ich gehörte einfach dazu. „Kommst Du mit in die Pause?“ hieß es plötzlich – ich konnte es kaum glauben, ich war tatsächlich beliebt und dabei und wurde jeden morgen mit Lächeln begrüßt. Endlich hatte ich es geschafft – ich war so unglaublich glücklich und zufrieden. Leider bestand das Gymnasium nicht nur aus Freuden sondern auch aus Pflichten und Prüfungen – und ich war ja ein Jahr jünger als die meisten meiner Klassenkameraden. Das Unausweichliche traf ein – ich bestand die Probezeit nicht und musste zurück in die alte Schule. Zurück in die alte Klasse die ich so verabscheute. Zurück in mein altes verhasstes Leben! Ich heulte bestimmt eine Woche durch und konnte keine klaren Gedanken mehr fassen. Ich machte mir ein Album mit den Fotos aller meiner Kameradinnen und Kameraden und fügte bei jedem Bild eine Widmung bei - ich werde meine Klasse nie wieder vergessen. Zurück in der alten Schule wurde es für mich noch schlimmer. Das Tempo vom Gymnasium war weg, ich hatte das Gefühl, von einem ICE auf einen Bummler umgestiegen zu sein. Hundertmal die selben Themen, die Lehrer sind zum davonlaufen – geben zeitweise Dinge von sich, die nicht korrekt sind oder gar einfach nur Unwahr und zu wenig fundiert. Ich habe es aufgegeben, diese zu korrigieren, denn damit mache ich mir keine Freunde hier.. und die habe ich ohnehin nicht im Überfluss. Ein wenig besser ist es vielleicht als vorher, ich habe Lizzy gefunden, die kenn ich noch von früher – wohnt im Nachbarsdorf und meine Mutter hat wenigstens organisiert, dass ich zu ihr in die selbe Klasse komme – ein kleiner Lichtblick. Es ist jetzt ein halbes Jahr her, seit ich das Gymnasium verlassen musste. Die Trauer sitzt noch genauso tief wie am Anfang – mein bester Freund zur Zeit. Ich schaffe es einfach nicht, vorwärts zu schauen – obwohl schon Odysseus Medusa nur bezwang, weil er sich nicht umgedreht hat. Kennt ja jeder die Geschichte – jeder wurde zu Stein wenn er sich umdrehte. Noch mindestens 1 Jahr muss ich aushalten bis ich nochmals die Prüfung für das Gymnasium machen kann. Zur Zeit bin ich gerade in einem Segelcamp am Chiemsee. Hier tummeln sich die coolsten Girls der Welt – so scheint es mir. Wir teilen uns zu Siebt das Zimmer Namens „Topp“. Meine sechs Segelfreundinnen sind Claire, Angela, Diane und Yvonne aus Deutschland und Elisa und Isabella aus Mailand. Sie alle sind einfach nur nett zu mir. Was mache ich in der Schule nur falsch? Ich verhalte mich genau gleich wie in der Freizeit, aber in der Schule finden sie mich alle einfach nur "ätzend". "Hey Stella du Pickel Face" oder "Na wie geht’s, hässlicher Pickel?" und "Was ist dein Rezept dass du so hässlich bist?". Die Worte klingen noch in meinen Ohren – Begrüßung an der alten Schule als ich zurückkam. Alle kannten meinen Namen, auch diejenigen die ich nicht kannte. Abends wenn es still ist und ich alleine bin, denke ich oft an die Zeit im Gymnasium zurück. Häufig kommen mir sogar die Tränen. Ich versuche den Kummer runter zu schlucken und zu vergessen, aber das ist gar nicht so leicht. Manchmal komme ich mir blöd vor, wenn es jemand bemerkt und mich nach dem Grund fragt, denn – mal ehrlich – klinkt ja schon etwas merkwürdig wenn jemand sagt: "Ich bin traurig weil ich vor einem halben Jahr das Gymnasium verlassen musste." Ich habe noch drei Wochen Sommerferien vor mir - in denen ich mich für die Schule wappnen kann so gut es geht. Nach den Ferien werde ich mich für die bevorstehende Prüfung im März vorbereiten oder mich mit meinen Freundinnen treffen, die ich außerhalb der Schule kenne. Ich hoffe wirklich, das die Trauer bald verschwindet und ich ohne Tränen an meine coole Klasse im Gymnasium denken kann. Häufig am Abend weine ich unbemerkt in mein Kissen. Ich bin überzeugt, dass nur ich meine alte Klasse vermisse und nicht diese mich. Es ist ja kaum vorstellbar, dass andere am Abend weinen weil sie mich vermissen, und sie sich Bilder vom mir ansehen um dann zu heulen beginnen... Das Leben spielt nach anderen Regeln und das Sprichwort: „Aus dem Auge aus dem Sinn“ trifft hier sicher zu. Ist oft ja auch gut so, man könnte ja gar nicht leben, wenn man keinen Augenblick im Leben vergessen könnte – das arme Gehirn. Was den Schmerz aber noch grösser macht ist, dass ich nicht nur die beste Schule und Klasse verlassen musste, sondern dass ich zurück in die für mich dümmste Schule und Klasse der Welt musste. Heute hatten wir die Prüfung für Katamaran Grundschein in Theorie und Praxis. Timo, unser Lehrer, spannte uns ziemlich auf die Folter mit den Resultaten.. wir mussten es uns noch ein wenig verdienen. Der Segel Tag, auch der letzte Ferientag im Camp, lag bereits hinter uns und wir konnten uns vor Anspannung kaum mehr auf den Beinen halten – endlich ruft er uns zu sich. " Also Leute, ich habe die Prüfungen angeschaut und habe die Ergebnisse." – eine unendlich lange Pause – es war zum Haare raufen - seufzend holte er Luft. (Jetzt sagt er uns sicher dass nur Wenige bestanden haben, denke ich so bei mir – und wetten ich gehöre bestimmt zu denen, welche durchgefallen sind...) Dann räuspert sich Timo und holt mich aus meinen Gedanken zurück in die Segelschule. „ Also ich kann euch nur eines sagen, ihr habt alle bestanden." Jubel und Freude bricht in der Kat Gruppe aus. Alle jubeln, die Mädchen umarmen sich und klatschen sich gegenseitig ab. Auch die Jungs legen einen Regentanz hin und heben jubelnd ihre Fäuste in die Luft und lassen ihren Gefühlen freien Lauf – was für eine Freude für uns alle – zwei Wochen schuften und nun ist er da, der Grundschein für Binnengewässer! Heute Abend aßen wir Fast Food vom Mc Donalds. Die Jungs- vor allem Louis und Alessandro - hatten anscheinend ein Überdosis Hamburger – sie hatten sich nicht mehr unter Kontrolle und flippten total aus - wir krümmten uns vor Lachen. Heute war Abreistag – leider – wir alle umarmten uns. Ob Junge oder Mädchen machte keinen Unterschied – wir waren zu einem Team geworden. Seit diesem Camp bin ich der Überzeugung, dass alle coolen kids in einer Privatschule anzutreffen sind. (Natürlich gibt es in einer Privatschule auch Idioten – aber das ignoriere ich jetzt einfach mal) Meine Eltern sind der Meinung, dass eine Privatschule nicht zwingend die Lösung ist. Obwohl mein Vater selber in eine Privatschule gegangen ist. Das kann ich überhaupt nicht verstehen und gebe meinem Frust lautstark zu verstehen. Was kann ich mit all diesen erwachsenen Ratschlägen anfangen?? Eltern sind oft anstrengend. Heute beim Abendessen lag eine merkwürdige Stille in der Luft. Es waren nur Messer und Gabel zu hören – Tortellini machen beim Verzehr keinen Lärm. Plötzlich räuspert sich mein Vater und alle blicken von ihren Teller auf. „Also“, beginnt er ein wenig unbehaglich, „heute fand eine wichtige Telefonkonferenz statt. Wir beschlossen, dass es am besten wäre, wenn..“ er machte eine kurze Pause und fuhr weiter, „wenn ich nach Südafrika gehe.“ Ich kann ihm nicht ganz folgen. Er ist ja jeden Monat für 2 Wochen in Afrika – was sollte also diese Aussage?? Da meldet sich meine Mutter zu Wort: „Aber das ist ja nichts Neues?“ „Es ist nicht so wie ihr denkt,“ mein Vater seufzt, „es geht darum, dass ich ganz nach Afrika gehe! “ So jetzt ist es raus – er schien erleichtert und schaute uns alle erwartungsvoll an. Wir alle waren wie vom Donner gerührt. Nach Afrika um zum leben – oh mein Gott. Ich sah mich bereits von Fliegen umgeben in einer primitiven Hütte – schwitzend und hungrig und auch bereits dunkelbraun von der ständigen Sonne. Ich hätte alles erwartet aber das! „Heisst dass, das wir nach Afrika ziehen?“ frage ich mutig.. Da sah ich plötzlich den Lichtblick – in Afrika muss ich mich nicht mehr mit diesen dummen Zicken und Machos herumschlagen.
12.8.13 13:26


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